copyright Dr. med. Reto Schaffner, Chur, 2011

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nicht-mehr-schwitzen.chBild links: Achsel vor Behandlung (übermässiges Schwitzen = ganzes blau angefärbtes Areal) und Bild rechts: nach Behandlung (es kann nur noch wenig Schweiss festgestellt werden, fast keine Blaufärbung mehr)

Leiden Sie an übermässigem Schwitzen unter den Achseln, an Händen oder Füssen?

Hier erfahren Sie, was Sie dagegen tun können.

Vermehrtes Schwitzen (sog. Hyperhidrose) an Händen und Füssen sowie unter den Achseln ist häufiger, als Sie denken. Nur spricht man nicht darüber! Viele versuchen mit Deos, Antitranspirantien, weiter Kleidung und häufigem Wechseln der Leibchen, Waschen etc. Abhilfe zu schaffen, oft mit viel Aufwand und mässigem Erfolg. 

Die Medizin hat sich aber weiterentwickelt. Es stehen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung, je nach Ausprägung des Schwitzens, zur Verfügung. Diese Behandlungsmethoden können teilweise jedoch nur von spezialisierten Ärzten verordnet und durchgeführt werden. 

Antitranspirantien 

Sogenannte Antitranspirantien sind Salze, die nach lokaler Anwendung das Schwitzen verhindern sollten. Bei starkem Schwitzen kommen diese jedoch schnell an eine Wirkungsgrenze. Wirkstoffe sind z.B. Aluminiumhydroxychlorid in verschiedenen Konzentrationen. Je höher die Konzentration gewählt wird, desto besser wirkt das Präparat, wobei ab einer bestimmten Konzentration keine gesteigerte Wirkung mehr erzielt werden kann. Aber je höher die Konzentration, desto eher kommt es zu Hautreizungen. Empfohlen werden Konzentrationen von 20%, maximal jedoch von 30%. Dies Behandlung stellt die Methode erster Wahl dar. 

Leitungswasser-Iontophorese

Die Leitungswasser-Iontophorese wird mit Erfolg bei vermehrten Schwitzen an Händen und Füssen angewendet. Axillär sind die Erfolgsaussichten weniger gut. Die Hände oder Füsse werden in ein Becken mit Leitungswasser gehalten und ein schwacher Gleichstrom wird während 10-15 Minuten angelegt (darf nur mit geprüften Geräten ausgeführt werden). Anfänglich während 2 Wochen täglich, später 1-2x pro Woche.  

Leitungswasser-Iontophorese

Die Leitungswasser-Iontophorese sollte für Hände und Füsse vor den folgenden anderen Methoden ausprobiert werden. Probetherapien können z.B. bei einem Dermatologen durchgeführt werden, bevor das Gerät gekauft wird. Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsweise solcher Geräte finden Sie z.B. unter http://www.hidrex.de.

Systemische medikamentöse Therapie

Es gibt verschiedene Medikamente, die als Tabletten oder Tropfen eingenommen, das Schwitzen vermindern. Leider wirken diese Medikamente nicht nur auf die Schweissdrüsen, sondern im ganzen Körper, und haben somit auch unerwünschte Wirkungen. Aus diesem Grund können diese Medikamente nur von einem erfahrenen Arzt verschrieben werden und müssen oft wegen den auftretenden Nebenwirkungen wieder abgesetzt werden. 

Ausräumen der Schweissdrüsen

Nach einer operativen Entfernung der Schweissdrüsen unter den Achseln kann dort nicht mehr geschwitzt werden. Nachteil dieser Methode sind die Operation an und für sich mit ihren möglichen Komplikationen und mehr oder weniger sichtbaren Narben. Diese Therapie sollte deswegen nur von einem erfahrenen Chirurgen ausgeführt werden. Die Beratung sollte ebenfalls von dem Chirurgen durchgeführt werden, der Sie dann operieren wird. 

Thorakoskopische Sympathektomie

Bei dieser Methode werden mittels einer Operation im Brustkorb einzelne Nerven nach deren Austritt aus dem Rückenmark durchtrennt. Danach können die Schweissdrüsen von den Nerven keine Befehle mehr zum Schwitzen erhalten. Nachteil dieser Methode ist, dass viele Patienten nach der Operation an einer sog. kompensatorischen Hyperhidrose leiden. Das heisst, sie schwitzen nicht mehr an Händen oder in den Achseln sonder verstärkt am restlichen Körper. Diese Komplikation ist wirklich sehr störend und nicht wieder rückgängig zu machen. Sie kann bei über 50% der operierten Patienten - in unterschiedlichem Ausmass - auftreten. Zudem ist jede Operation und Narkose mit möglichen Komplikationen behaftet. Die Beratung sollte von dem Chirurgen durchgeführt werden, der Sie dann operieren wird (Thoraxchirurge).

Injektionen

Eine neue und sehr wirksame Methode, das Schwitzen an bestimmten umschriebenen Körperstellen zu verhindern, ist die Behandlung mit Injektionen. Das Areal, in dem Sie schwitzen, wird mittels einer Spezialfärbung sichtbar gemacht (siehe Bild oben). An Händen und Füssen ist eine lokale Anästhesie notwendig, welche recht aufwendig ist und deshalb nur an einzelnen Universitätskliniken durchgeführt wird. Es wird ein Medikament direkt in die obersten Schichten der übermässig schwitzenden Haut gespritzt und bewirkt, dass die Schweissdrüsen von den Nerven keine Befehle mehr zum Schwitzen erhalten. Das Schwitzen wird dadurch zirka 6 Monate verhindert. Zur Therapie werden so feine Nadeln verwendet, dass unter den Achseln eine Betäubung der Haut nicht notwendig ist. Nach 6-9 Monaten muss die Therapie in der Regel wiederholt werden. Diese Behandlung wird bis jetzt von den Krankenkassen meist noch nicht bezahlt, so dass die Kosten von den Patienten selbst übernommen werden müssen (ca. 750 CHF pro Behandlung axillär beidseitig). Die Patienten schwitzen nach der Behandlung in der Regel 80-95% weniger als vorher. Je mehr sie schwitzen, desto eindrücklicher der Therapieerfolg.

 

Beratung und Therapie 

Bevor operative Massnahmen, die nicht wieder rückgängig zu machen sind und z.T. stark störende Nebenwirkungen haben (siehe oben), erwogen werden, sollten Sie die Therapien mit Antitranspirantien, Leitungswasser-Iontophorese (Hände und Füsse) und evtl. Injektionen versuchen. Beratung und Therapie können hier am besten durch einen Spezialisten erfolgen. Lesen Sie auch die ganze Homepage durch, bevor Sie den Arzt aufsuchen, damit Sie gezielt Fragen stellen können. Dr. med. Reto Schaffner hat an der Dermatologischen Universitätsklinik in Zürich während mehr als zwei Jahren Patienten beraten und behandelt. Er führt seit Januar 2002 in Chur eine eigene Praxis und kann Sie kompetent beraten und bei Wunsch auch behandeln.

Dr. med. Reto Schaffner
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Tel.: 081 / 254 20 90

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Terminvergabe: Anmeldung für einen Arzttermin

Sie können uns während den Telefon-Öffnungszeiten direkt erreichen oder uns ein E-Mail oder einen Fax senden mit dem Betreff Hyperhidrose.

 

http://www.schaffner-reto.ch 


Weitere Adressen, wo Sie kompetent beraten und behandelt werden können:

·         Dr. med. O. P. Kreyden, Muttenz
http://www.kreyden.ch
http://www.hyperhidrose.ch